Ein harter Rückschlag für Kinderrechte

Dass die Verhandlungen um die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz erneut gescheitert sind enttäuscht uns. Es ist ein herber Schlag ins Gesicht aller Kinder und Jugendlichen.

Als KjG machen wir uns seit Jahrzehnten für eine Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz, dass wir 2021 schon wieder eine verpasste Chance zu beklagen haben ist skandalös für uns und nicht hinnehmbar.

Dass noch immer keine Einigung über einen Gesetzesentwurf herbeigeführt wird, macht einmal mehr deutlich, dass Kinder und Jugendliche keine politische Lobby haben. Die Pandemie hat deutlich gezeigt, dass Kinder und Jugendliche über ihr Dasein als Schüler*innen und zu betreuende Kinder hinaus, keine Rolle spielen.

Wir fordern, dass Kinder und Jugendliche endlich als eigenständige, handlungsfähige Subjekte und relevante Mitglieder unserer Gesellschaft anerkannt werden. Diese Anerkennung kann Kindern und Jugendlichen nur zu Teil werden, wenn Kinderrechte ins Grundgesetz aufgenommen werden.

Uns geht auch weiterhin die Puste nicht aus, für eine vernünftige Gesetzeslösung im Sinne von Kindern und Jugendlichen zu kämpfen. Wir fordern alle Parteien im Wahlkampf und in nachfolgenden Koalitionsverhandlungen auf, zu ihrer Zusage zu stehen und Kinderrechte ins Grundgesetz aufzunehmen. Dazu gilt es, auf Fachverbände und Expert*innen zu hören, um eine sinnvolle und nachhaltige Möglichkeit zu schaffen.